Sind Radarwarngeräte erlaubt?

Grundsätzlich ist der Besitz von Radarwarngeräten in Deutschland erlaubt, 
jedoch nicht deren Betrieb – oder genauer – das Betreiben oder Mitführen eines betriebsbereiten Gerätes..

tabelle-radarwarner

Die Fakten zu Radarwarnern: (Stand 01. August 2013)

In Deutschland regelt dies der Paragraf 23 StVO im §23 (1b) der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) unter „..Sonstige Pflichten des Fahrzeugführers“

(1) Wer ein Fahrzeug führt, ist dafür verantwortlich, dass seine Sicht und das Gehör nicht durch die Besetzung, Tiere, die Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt werden. Wer ein Fahrzeug führt, hat zudem dafür zu sorgen, dass das Fahrzeug, der Zug, das Gespann sowie die Ladung und die Besetzung vorschriftsmäßig sind und dass die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs durch die Ladung oder die Besetzung nicht leidet. Ferner ist dafür zu sorgen, dass die vorgeschriebenen Kennzeichen stets gut lesbar sind. Vorgeschriebene Beleuchtungseinrichtungen müssen an Kraftfahrzeugen und ihren Anhängern sowie an Fahrrädern auch am Tage vorhanden und betriebsbereit sein, sonst jedoch nur, falls zu erwarten ist, dass sich das Fahrzeug noch im Verkehr befinden wird, wenn Beleuchtung nötig ist (§ 17 Absatz 1).

(1a) Wer ein Fahrzeug führt, darf ein Mobil- oder Autotelefon nicht benutzen, wenn hierfür das Mobiltelefon oder der Hörer des Autotelefons aufgenommen oder gehalten werden muss. Dies gilt nicht, wenn das Fahrzeug steht und bei Kraftfahrzeugen der Motor ausgeschaltet ist.

(1b) Wer ein Fahrzeug führt, darf ein technisches Gerät nicht betreiben oder betriebsbereit mitführen, das dafür bestimmt ist, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzuzeigen oder zu stören. Das gilt insbesondere für Geräte zur Störung oder Anzeige von Geschwindigkeitsmessungen (Radarwarn- oder Laserstörgeräte).

(2) Wer ein Fahrzeug führt, muss das Fahrzeug, den Zug oder das Gespann auf dem kürzesten Weg aus dem Verkehr ziehen, falls unterwegs auftretende Mängel, welche die Verkehrssicherheit wesentlich beeinträchtigen, nicht alsbald beseitigt werden; dagegen dürfen Krafträder und Fahrräder dann geschoben werden.

(3) Wer ein Fahrrad oder ein Kraftrad fährt, darf sich nicht an Fahrzeuge anhängen. Es darf nicht freihändig gefahren werden. Die Füße dürfen nur dann von den Pedalen oder den Fußrasten genommen werden, wenn der Straßenzustand das erfordert.

Die Kosten beim Verstoß des §23 (1b) sind wiederum im Bußgeldkatalog 109a zu finden: 75 Euro und 1 Punkt ab 05.2013 (Früher 3 Punkte) in Flensburg.

Hinweise zu Verkauf/Besitz von Radarwarnern sowie Benutzung in weiteren europäischen Ländern siehe unsere Tabelle oben.

NEUE Bußgelder und Änderungen in 5/2013 zum Thema Geschwindigkeitsübetretung

Der neue Bußgeldkatalog wurde im Bundesgesetzblatt Teil 1 verkündet (Nr. 14 vom 22.03.2013, Seite 498) und trat am 01.04.2013 in Kraft.

Quelle: Auszug Bußgeldkatalog Stand 1.04.2013: http://www.bmvbs.de

Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts bzw. außerorts (Pkw, andere Kfz bis 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht)

Geschwindigkeits Übertretung Innerorts Bußgeld in €Punkte FlensburgFahrverbot in MonatenÜbertretung außerorts km/hBußgeld in €Punkte FlensburgFahrverbot in Monaten
bis 10 km/h15--bis 10 km/h10--
11-15 km/h25--11-15 km/h10--
16-20 km/h35--16-20 km/h30--
21-25 km/h801-21-25 km/h701-
26-30 km/h1003-26-30 km/h803-
31-40 km/h1603131-40 km/h1203-
41-50 km/h2004141-50 km/h16031
51-60 km/h2804251-60 km/h24041
61-70 km/h4804361-70 km/h44042
über 70 km/h68043über 70 km/h60043